8 Jahre Amazonien
Verfasst: 19.11.2025, 00:06
von Tani » Freitag 17. April 2015, 15:57
Feuergespräch vom 16.04.2015 durch Atrista Vig –Teil 1-
8 Jahre Amazonien
Anwesenheitsliste:
Atrista Vig
Masandro
sven Homewood
Tinkerbell
Svenja Jigsaw
Kerstin
yve Hermans
Smaragd
Jadzia Barzane
Peter
Susi Soderstrom
Lara von Lemond
vobe Bloch
ChrisLion
Ginie Jacqueline von Lemond
YohShi
Lilly
LyAvain Swansong
Cindy
SandyLee – Pallas Enkelin
Sirena Mureaux
Akemi Imako
Atrista Vig:
Meine Lieben Amazonen und Freunde der Amazonen,
Liebe Gäste und Freunde aus Carima
Atrista Vig:
Heute wird es ein etwas längeres Feuergespräch
Ich habe zwei Themenblöcke vorgesehen
Atrista Vig:
Heute vor genau 8 Jahren haben sich einige Frauen zusammen getan und haben das Rollenspiel „Die Amazonen“ gegründet
Atrista Vig:
ich glaube es war sogar zur selben Stunde
Atrista Vig:
Wenn ich euch heute etwas erzähle aus diesen Stunden, dann wird es in etwa so sein als wenn die Großmutter einer Schar von Enkeln erzählt wie es damals war
Atrista Vig:
Manches davon kann man heute kaum noch glauben
Atrista Vig:
Es war so gegen 20:30 Uhr als sich die Sieben im Keller meiner Burg getroffen haben.
Atrista Vig:
An diesem Tag kamen wir nicht einmal dazu den Spielrahmen abzustecken.
Es gab eigentlich nur zwei Themen die es aber in sich hatten:
Wie sollten unsere männlichen Sklaven gekleidet sein und was dürfen sie und was nicht. Wir wollten den Goranern mal so richtig in die Suppe spucken
Atrista Vig:
Das zweite große Thema war die Sprache des Rollenspiels. Es gab vor 8 Jahren das ungeschriebene Gesetzt, die Amtssprache in SL ist English.
Atrista Vig:
Das größte und flächendeckendste Rollenspiel war Gor und komplett in English. Trafen sich Goraner in einer anderen Sprache konnte das zu einem Bann führen. Wie selbstverständlich war auch bei uns an diesem Abend English zunächst als Sprache vorgesehen.
Atrista Vig:
Die Idee ein Rollenspiel nur für uns Deutsche zu machen und auch die Sprache auf Deutsch festzulegen war so gewagt dass wir fast einen ganzen Abend kontrovers diskutiert haben.
Atrista Vig:
Ich weiß, das könnt ihr euch heute gar nicht mehr so vorstellen. Aber was wir da vorhatten war eine Revolution. Folglich wurden wir auch schon totgesagt noch bevor wir richtig begonnen hatten
Atrista Vig:
Wir Amazonen waren somit das erste Rollenspiel für Deutsche und in deutscher Sprache. In der Welt von Second Life eine Sensation
Ginie Jacqueline von Lemond:
Wow das ist ja toll, dann haben wir das euch zu verdanken.
Atrista Vig:
ja Ginie
Atrista Vig:
Gegen alle Widerstände haben wir uns da gehalten. Kaum hatten wir unser erstes Land, eine 1/8 Sim kamen auch schon die ersten fremden Krieger an unseren Strand
Atrista Vig:
Sie haben uns mit den Bogen weggeballert und die RP unerfahrenen Amazonen hatten keine Chance. Kampfunfähig geschossen wollten sie ein Collar anlegen und uns verschleppen. Die Tatsache dass wir uns weigerten verschleppt zu werden und die Tatsache dass wir in Deutsch auf englische Kommandos antworteten, führte zu der Drohung einen Rapport an Linden Lab zu schicken und uns verbieten zu lassen
Atrista Vig:
Wir konnten und durften uns auch nicht verschleppen lassen. Viele Frauen die zu uns kamen sind zu uns gekommen weil sie Schutz brauchten. Traumatisiert von den Vergewaltigungen in den Gorwelten haben sie Schutz bei uns gesucht
Atrista Vig:
Daher konnten Amelie und ich keine Interaktion zulassen. Plötzlich waren wir zu einer Schutzgemeinde geworden Den Zulauf, die Masse an psychisch gestörten und traumatisierten Frauen konnten wir gar nicht bewältigen. Chaos brach aus. Wie würde Linden Lab auf die Klagen der amerikatreuen alteingesessenen Goraner reagieren?
Atrista Vig:
Die Lindens reagierten gar nicht. Nach dem Motto „Unkraut stirbt von selbst“
Atrista Vig:
Dafür kamen dann die Lizenzinhaber des Gormeters in unser Land und verboten uns die Nutzung des Gormeters. Dieses Kampfmeter war weit und breit das einzige Meter das kostenfrei überall zugänglich war. Es gab nichts anderes. Aber die Amis verboten uns die Nutzung. Irgendwie waren die Parameter alle gegen uns.
Atrista Vig:
Knapp ein halbes Jahr nach uns wagten ein paar Deutsche unter der Führung von Thor Tracer ebenfalls die Revolution und spalteten sich ab. Die Oase entstand
Atrista Vig:
Der Emir Thor Tracer half uns Wochen später mit Waffenunterricht aus. Er lehrte unseren Kriegern den Umgang mit dem Bogen.
Atrista Vig:
Linde Kronfeld wagte dann ebenfalls ein RP ins Leben zu rufen unter deutscher Flagge. Carima war geboren
Atrista Vig:
Die Art und Weise wie wir uns um die hilfebedürftigen Frauen kümmerten sprach sich in ganz SL herum. Die nächtelange Betreuung der Frauen durch Amelie und mir war einmalig in SL. Zum ersten Mal kümmerten sich Avatare um die Menschen hinter anderen Avataren. Wir haben Essenlieferungen an Bedürftige organisiert die draußen schon wochenlang nichts mehr im Kühlschrank hatten. Wir haben Notärzte zu suizidalen Menschen geschickt. Wir haben auch in einem Fall mit einer Familie einer Betroffenen zusammengearbeitet, die in SL als Vampir herumgeirrt ist und im richtigen Leben Menschen gebissen hat
Atrista Vig:
Gefährliche Borderliner
Atrista Vig:
Ihr könnt euch dieses Chaos nicht wirklich vorstellen, aber diese Arbeit ist der Grundstein für dieses Amazonien. Eben nicht nur Rollenspiel. Amelie und ich haben bis zur Erschöpfung an der Idee einer deutschen Gemeinschaft und eines Rollenspiels gearbeitet. Unser Einsatz fand auch außerhalb der virtuellen Welt Beachtung
Atrista Vig:
Wir hatten eines Tages Besuch von einer Botschafterin Südafrikas. Sie wollte uns kennenlernen und uns gewinnen für ein Projekt. Zum einen wollten sie Südafrika nachbauen. Eine Mandela Insel und auch das Gefängnis sollte hier entstehen. Zum anderen wollten sie das Selbstbewusstsein der jungen afrikanischen Frauen fördern und sie lebensfähiger machen. Die Idee war, ihnen spielerisch Fähigkeiten zu vermitteln die sie dann wiederum real anwenden konnten. Schulen in SL und Schulen Draußen arbeiteten zusammen. Ein ehrgeiziges Projekt und wir waren dabei und halfen mit unserem Rat
Atrista Vig:
Später haben wir deutsche Künstler gefördert und auch Ausstellungen initiiert. Wir haben eine Webseite aufgemacht und immer mehr übernahmen Verantwortung in dieser Gemeinschaft und für diese Gemeinschaft.
Atrista Vig:
Die Rahmenbedingungen wurden immer stabiler. Die Amazonen wurden ein Begriff und Markenzeichen. Dieser Erfolg ist nicht zufällig
Atrista Vig:
Im Wesentlich kann man den Erfolg festmachen an: Mit Amelie und Atrista haben sich zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Typen getroffen. Wir haben ohne große Worte einander vertraut und uns nicht auseinanderdividieren lassen. Es gab nur die Beiden. Neben uns gab es keine weiteren mit Herrschaftsansprüchen. Wir hatten eine klare Arbeitsteilung. Amelie kümmerte sich um die Softskills, wie Webseite, Kontakte, Begegnungen und Projekte. Atrista gab die Richtung im Rollenspiel vor, kümmerte sich um die Spielerbetreuung, entwarf das Konzept des Spiels und zeichnete gegenüber Linden Lab verantwortlich. Neben uns Beiden gab es niemanden und wir duldeten auch niemanden. Damit wir aber so arbeiten konnten brauchten wir loyale und zuverlässige Helfer
Atrista Vig:
Mascha kümmerte sich ganz arg um die Rekrutierung neuer Spieler, Cindy baute den Kriegerclan auf und half die Spieler zu beschäftigen und an uns zu binden
Atrista Vig:
Wir blieben konsequent in Deutsch. Wir haben kein Gegengor gespielt. Wir haben die Sklaverei aus unserer Öffentlichkeit verbannt. Wir haben sexuelle Handlungen aus unserer Öffentlichkeit verbannt. Wir haben auch ganz offen Männer in weiblichen Avataren zugelassen. Auch da waren wir die ersten die sich dazu bekannt haben. Ein Rollenspiel ohne BDSM, Sex und Crime hatte kaum wirklich Überlebenschancen.
Atrista Vig:
Aber wir konnten mit einem weiteren Novum glänzen. In unserem Rollenspiel waren plötzlich Kinder möglich. Wir hatten sogar ganze RP-Events nur für Kinder durchgezogen. Beschimpfungen, Drohungen, Verleumdungen und Untersuchungen durch Linden Lab waren die Folge
Atrista Vig:
Auch hier wurden wir letztendlich belohnt dafür dass wir nicht der allgemeinen Kinderphobie erlegen sind. Wir Amazonen haben aber auch in dieser Richtung einen echten Meilenstein gesetzt. Selbstbewusst und manchmal Frech sind Amelie und ich gegen unsere Widersacher vorgegangen und haben uns gegen die Etablierten standhaft durchgesetzt. Das hat Kraft gekostet. Aber diese Schaffensunruhe, dieser Schutzraum und diese Konsequenz hat neben dem Rollenspiel auch etwas anderes entstehen lassen: Eine Gemeinschaft
Atrista Vig:
Eine Gemeinschaft die bis heute bestand hat. Rückblickend würde ich sagen, diese Gemeinschaft hat heute eine größere Bedeutung als das eigentliche Rollenspiel. Noch heute meine Freunde kommt man gerne zu uns. Noch heute meine Freunde grenzen wir niemanden aus. Auch heute noch meine Freunde sind wir Therapiestation für Menschen die es in anderen Gruppen sehr viel schwerer hätten, oder gar keine Anerkennung finden würden
Atrista Vig:
Darauf bin ich richtig stolz. Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft
Atrista Vig:
Ich wiederhole es gerne. Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft. Auf eine Gemeinschaft die zusammen spielt. Die aber auch zusammen Ausflüge unternimmt, gemeinsam einer Sucht frönen kann. Wir wissen zu feiern und wir haben eine gridweit bekannte Showgruppe
Atrista Vig:
Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft
Ich bin stolz auf euch meine lieben Freunde.
Ich bin froh dass es euch gibt und ich euch kennen lernen durfte
Atrista Vig:
Dieser Stolz und diese Freude werden auch nicht getrübt durch die Tatsache dass man immer wieder das Ende voraussagt. Diese Propheten sind meist diejenigen die glauben nicht genügend respektiert zu werden obwohl sie es doch längst verdient hätten. Manchmal sind es auch nur eitle Zwistigkeiten. Wer hat was zuerst gesagt, wer hat wen zuerst übersehen. Diejenigen die da an mich herantreten und von mir Schlichtung oder ein Machtwort erwarten muss ich immer wieder enttäuschen. Ich werde dann eingreifen wenn ich den Bestand in Gefahr sehe. Nicht aber wenn eitle Zicken aufeinander losgehen. Das kommt in den besten Familien vor. Ist also nichts Weltbewegendes. Jedenfalls nicht für mich. Und alle dürfen auch ein wenig auf meine Führung vertrauen. Da wir heute 8 Jahre existieren kann ja an meinem Führungsstil nicht so viel falsch sein. 8 Jahre meine Freunde sind Online eine lange Zeit. Das muss uns erst mal jemand nachmachen.
Ich gratuliere euch
Atrista Vig:
Ich gratuliere euch
Ich gratuliere Amazonien
Danke euch für eure Geduld mit mir
*Applaus und Gratulation folgen*
Atrista Vig:
Also bevor ihr mich so verlegen macht dass ich nicht mehr zum Teil 2 komme, muss ich jetzt überleiten….
Text für das Forum aufbereitet von Akemi Imako
Feuergespräch vom 16.04.2015 durch Atrista Vig –Teil 1-
8 Jahre Amazonien
Anwesenheitsliste:
Atrista Vig
Masandro
sven Homewood
Tinkerbell
Svenja Jigsaw
Kerstin
yve Hermans
Smaragd
Jadzia Barzane
Peter
Susi Soderstrom
Lara von Lemond
vobe Bloch
ChrisLion
Ginie Jacqueline von Lemond
YohShi
Lilly
LyAvain Swansong
Cindy
SandyLee – Pallas Enkelin
Sirena Mureaux
Akemi Imako
Atrista Vig:
Meine Lieben Amazonen und Freunde der Amazonen,
Liebe Gäste und Freunde aus Carima
Atrista Vig:
Heute wird es ein etwas längeres Feuergespräch
Ich habe zwei Themenblöcke vorgesehen
Atrista Vig:
Heute vor genau 8 Jahren haben sich einige Frauen zusammen getan und haben das Rollenspiel „Die Amazonen“ gegründet
Atrista Vig:
ich glaube es war sogar zur selben Stunde
Atrista Vig:
Wenn ich euch heute etwas erzähle aus diesen Stunden, dann wird es in etwa so sein als wenn die Großmutter einer Schar von Enkeln erzählt wie es damals war
Atrista Vig:
Manches davon kann man heute kaum noch glauben
Atrista Vig:
Es war so gegen 20:30 Uhr als sich die Sieben im Keller meiner Burg getroffen haben.
Atrista Vig:
An diesem Tag kamen wir nicht einmal dazu den Spielrahmen abzustecken.
Es gab eigentlich nur zwei Themen die es aber in sich hatten:
Wie sollten unsere männlichen Sklaven gekleidet sein und was dürfen sie und was nicht. Wir wollten den Goranern mal so richtig in die Suppe spucken
Atrista Vig:
Das zweite große Thema war die Sprache des Rollenspiels. Es gab vor 8 Jahren das ungeschriebene Gesetzt, die Amtssprache in SL ist English.
Atrista Vig:
Das größte und flächendeckendste Rollenspiel war Gor und komplett in English. Trafen sich Goraner in einer anderen Sprache konnte das zu einem Bann führen. Wie selbstverständlich war auch bei uns an diesem Abend English zunächst als Sprache vorgesehen.
Atrista Vig:
Die Idee ein Rollenspiel nur für uns Deutsche zu machen und auch die Sprache auf Deutsch festzulegen war so gewagt dass wir fast einen ganzen Abend kontrovers diskutiert haben.
Atrista Vig:
Ich weiß, das könnt ihr euch heute gar nicht mehr so vorstellen. Aber was wir da vorhatten war eine Revolution. Folglich wurden wir auch schon totgesagt noch bevor wir richtig begonnen hatten
Atrista Vig:
Wir Amazonen waren somit das erste Rollenspiel für Deutsche und in deutscher Sprache. In der Welt von Second Life eine Sensation
Ginie Jacqueline von Lemond:
Wow das ist ja toll, dann haben wir das euch zu verdanken.
Atrista Vig:
ja Ginie
Atrista Vig:
Gegen alle Widerstände haben wir uns da gehalten. Kaum hatten wir unser erstes Land, eine 1/8 Sim kamen auch schon die ersten fremden Krieger an unseren Strand
Atrista Vig:
Sie haben uns mit den Bogen weggeballert und die RP unerfahrenen Amazonen hatten keine Chance. Kampfunfähig geschossen wollten sie ein Collar anlegen und uns verschleppen. Die Tatsache dass wir uns weigerten verschleppt zu werden und die Tatsache dass wir in Deutsch auf englische Kommandos antworteten, führte zu der Drohung einen Rapport an Linden Lab zu schicken und uns verbieten zu lassen
Atrista Vig:
Wir konnten und durften uns auch nicht verschleppen lassen. Viele Frauen die zu uns kamen sind zu uns gekommen weil sie Schutz brauchten. Traumatisiert von den Vergewaltigungen in den Gorwelten haben sie Schutz bei uns gesucht
Atrista Vig:
Daher konnten Amelie und ich keine Interaktion zulassen. Plötzlich waren wir zu einer Schutzgemeinde geworden Den Zulauf, die Masse an psychisch gestörten und traumatisierten Frauen konnten wir gar nicht bewältigen. Chaos brach aus. Wie würde Linden Lab auf die Klagen der amerikatreuen alteingesessenen Goraner reagieren?
Atrista Vig:
Die Lindens reagierten gar nicht. Nach dem Motto „Unkraut stirbt von selbst“
Atrista Vig:
Dafür kamen dann die Lizenzinhaber des Gormeters in unser Land und verboten uns die Nutzung des Gormeters. Dieses Kampfmeter war weit und breit das einzige Meter das kostenfrei überall zugänglich war. Es gab nichts anderes. Aber die Amis verboten uns die Nutzung. Irgendwie waren die Parameter alle gegen uns.
Atrista Vig:
Knapp ein halbes Jahr nach uns wagten ein paar Deutsche unter der Führung von Thor Tracer ebenfalls die Revolution und spalteten sich ab. Die Oase entstand
Atrista Vig:
Der Emir Thor Tracer half uns Wochen später mit Waffenunterricht aus. Er lehrte unseren Kriegern den Umgang mit dem Bogen.
Atrista Vig:
Linde Kronfeld wagte dann ebenfalls ein RP ins Leben zu rufen unter deutscher Flagge. Carima war geboren
Atrista Vig:
Die Art und Weise wie wir uns um die hilfebedürftigen Frauen kümmerten sprach sich in ganz SL herum. Die nächtelange Betreuung der Frauen durch Amelie und mir war einmalig in SL. Zum ersten Mal kümmerten sich Avatare um die Menschen hinter anderen Avataren. Wir haben Essenlieferungen an Bedürftige organisiert die draußen schon wochenlang nichts mehr im Kühlschrank hatten. Wir haben Notärzte zu suizidalen Menschen geschickt. Wir haben auch in einem Fall mit einer Familie einer Betroffenen zusammengearbeitet, die in SL als Vampir herumgeirrt ist und im richtigen Leben Menschen gebissen hat
Atrista Vig:
Gefährliche Borderliner
Atrista Vig:
Ihr könnt euch dieses Chaos nicht wirklich vorstellen, aber diese Arbeit ist der Grundstein für dieses Amazonien. Eben nicht nur Rollenspiel. Amelie und ich haben bis zur Erschöpfung an der Idee einer deutschen Gemeinschaft und eines Rollenspiels gearbeitet. Unser Einsatz fand auch außerhalb der virtuellen Welt Beachtung
Atrista Vig:
Wir hatten eines Tages Besuch von einer Botschafterin Südafrikas. Sie wollte uns kennenlernen und uns gewinnen für ein Projekt. Zum einen wollten sie Südafrika nachbauen. Eine Mandela Insel und auch das Gefängnis sollte hier entstehen. Zum anderen wollten sie das Selbstbewusstsein der jungen afrikanischen Frauen fördern und sie lebensfähiger machen. Die Idee war, ihnen spielerisch Fähigkeiten zu vermitteln die sie dann wiederum real anwenden konnten. Schulen in SL und Schulen Draußen arbeiteten zusammen. Ein ehrgeiziges Projekt und wir waren dabei und halfen mit unserem Rat
Atrista Vig:
Später haben wir deutsche Künstler gefördert und auch Ausstellungen initiiert. Wir haben eine Webseite aufgemacht und immer mehr übernahmen Verantwortung in dieser Gemeinschaft und für diese Gemeinschaft.
Atrista Vig:
Die Rahmenbedingungen wurden immer stabiler. Die Amazonen wurden ein Begriff und Markenzeichen. Dieser Erfolg ist nicht zufällig
Atrista Vig:
Im Wesentlich kann man den Erfolg festmachen an: Mit Amelie und Atrista haben sich zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Typen getroffen. Wir haben ohne große Worte einander vertraut und uns nicht auseinanderdividieren lassen. Es gab nur die Beiden. Neben uns gab es keine weiteren mit Herrschaftsansprüchen. Wir hatten eine klare Arbeitsteilung. Amelie kümmerte sich um die Softskills, wie Webseite, Kontakte, Begegnungen und Projekte. Atrista gab die Richtung im Rollenspiel vor, kümmerte sich um die Spielerbetreuung, entwarf das Konzept des Spiels und zeichnete gegenüber Linden Lab verantwortlich. Neben uns Beiden gab es niemanden und wir duldeten auch niemanden. Damit wir aber so arbeiten konnten brauchten wir loyale und zuverlässige Helfer
Atrista Vig:
Mascha kümmerte sich ganz arg um die Rekrutierung neuer Spieler, Cindy baute den Kriegerclan auf und half die Spieler zu beschäftigen und an uns zu binden
Atrista Vig:
Wir blieben konsequent in Deutsch. Wir haben kein Gegengor gespielt. Wir haben die Sklaverei aus unserer Öffentlichkeit verbannt. Wir haben sexuelle Handlungen aus unserer Öffentlichkeit verbannt. Wir haben auch ganz offen Männer in weiblichen Avataren zugelassen. Auch da waren wir die ersten die sich dazu bekannt haben. Ein Rollenspiel ohne BDSM, Sex und Crime hatte kaum wirklich Überlebenschancen.
Atrista Vig:
Aber wir konnten mit einem weiteren Novum glänzen. In unserem Rollenspiel waren plötzlich Kinder möglich. Wir hatten sogar ganze RP-Events nur für Kinder durchgezogen. Beschimpfungen, Drohungen, Verleumdungen und Untersuchungen durch Linden Lab waren die Folge
Atrista Vig:
Auch hier wurden wir letztendlich belohnt dafür dass wir nicht der allgemeinen Kinderphobie erlegen sind. Wir Amazonen haben aber auch in dieser Richtung einen echten Meilenstein gesetzt. Selbstbewusst und manchmal Frech sind Amelie und ich gegen unsere Widersacher vorgegangen und haben uns gegen die Etablierten standhaft durchgesetzt. Das hat Kraft gekostet. Aber diese Schaffensunruhe, dieser Schutzraum und diese Konsequenz hat neben dem Rollenspiel auch etwas anderes entstehen lassen: Eine Gemeinschaft
Atrista Vig:
Eine Gemeinschaft die bis heute bestand hat. Rückblickend würde ich sagen, diese Gemeinschaft hat heute eine größere Bedeutung als das eigentliche Rollenspiel. Noch heute meine Freunde kommt man gerne zu uns. Noch heute meine Freunde grenzen wir niemanden aus. Auch heute noch meine Freunde sind wir Therapiestation für Menschen die es in anderen Gruppen sehr viel schwerer hätten, oder gar keine Anerkennung finden würden
Atrista Vig:
Darauf bin ich richtig stolz. Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft
Atrista Vig:
Ich wiederhole es gerne. Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft. Auf eine Gemeinschaft die zusammen spielt. Die aber auch zusammen Ausflüge unternimmt, gemeinsam einer Sucht frönen kann. Wir wissen zu feiern und wir haben eine gridweit bekannte Showgruppe
Atrista Vig:
Ich bin stolz auf diese Gemeinschaft
Ich bin stolz auf euch meine lieben Freunde.
Ich bin froh dass es euch gibt und ich euch kennen lernen durfte
Atrista Vig:
Dieser Stolz und diese Freude werden auch nicht getrübt durch die Tatsache dass man immer wieder das Ende voraussagt. Diese Propheten sind meist diejenigen die glauben nicht genügend respektiert zu werden obwohl sie es doch längst verdient hätten. Manchmal sind es auch nur eitle Zwistigkeiten. Wer hat was zuerst gesagt, wer hat wen zuerst übersehen. Diejenigen die da an mich herantreten und von mir Schlichtung oder ein Machtwort erwarten muss ich immer wieder enttäuschen. Ich werde dann eingreifen wenn ich den Bestand in Gefahr sehe. Nicht aber wenn eitle Zicken aufeinander losgehen. Das kommt in den besten Familien vor. Ist also nichts Weltbewegendes. Jedenfalls nicht für mich. Und alle dürfen auch ein wenig auf meine Führung vertrauen. Da wir heute 8 Jahre existieren kann ja an meinem Führungsstil nicht so viel falsch sein. 8 Jahre meine Freunde sind Online eine lange Zeit. Das muss uns erst mal jemand nachmachen.
Ich gratuliere euch
Atrista Vig:
Ich gratuliere euch
Ich gratuliere Amazonien
Danke euch für eure Geduld mit mir
*Applaus und Gratulation folgen*
Atrista Vig:
Also bevor ihr mich so verlegen macht dass ich nicht mehr zum Teil 2 komme, muss ich jetzt überleiten….
Text für das Forum aufbereitet von Akemi Imako